Wissenswertes


Sachverständigenbüro

Wissenswertes

Neue Erkenntnisse und alt Bekanntes für Baum- und Gehölzfreunde

Hätten Sie’s gewusst?

„Schneide den Baum, solange er Laub trägt“

Die meisten heimischen Baumarten schneidet man besser, wenn sie Laub tragen. Viele Leute glauben, Baumschnitt sei ein Winterthema. Das Gegenteil ist richtig. Je empfindlicher ein Baum, desto wichtiger ist es, ihn in belaubtem Zustand zu schneiden. Wenn Blätter da sind, sind alle Lebensvorgänge voll in Gang. Der Baum aktiviert sein Immunsystem. Schnittwunden kann er dann viel schneller gegen Pilz­befall abschotten als in der Winterruhe, in der sich Schnittstellen sogar noch vergrö­ßern können.

Was tun gegen die Miniermotte?

Für  Kastanienbäumen, deren grünes Laubwerk seit vielen Jahren regelmäßig von der Kastanienminiermotte heimgesucht wird heißt das Rezept Drei mal L. Leimringe am Stamm anbringen, Lockfallen im Baum aufhängen sowie regelmäßg, hartnäckig und konsequent das Laub mit der neuen Puppengeneration entsorgen. Desweiteren gibt es gute Erfahrungen mit dem Anbringen von Meisenkästen in betroffenen Kastanien, denn die Meisen ernähren sich  von den Larven und Motten.

Das Eschentriebsterben

„Heimische Eschen werden durch den Schlauchpilz Hymenoscyphus pseudoalbidus derzeit massiv in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Der Verursacher des Eschentriebsterbens hat sich mittlerweile in 22 Ländern Nord-, Ost- und Mitteleuropas ausgebreitet. Seit seinem Erstnachweis in Deutschland im Jahr 2007 wird eine negative Krankheitsentwicklung in Eschenbeständen jeglichen Alters zunehmend sichtbar. Mit einem Rückgang des Pathogens ist derzeit nicht zu rechnen und auch die Anzahl resistenter Eschen ist sehr gering, aus diesem Grund wird derzeit gezielt an der Aufklärung des Infektionsweges, dem Krankheitsverlauf und der Ausbreitung des Pilzes geforscht wird.

Bekämpfung ist im Moment nur durch die Beseitigung der befallenen Astpathien möglich. Hierbei sollte bis in das gesunde Holz geschnitten werden. Anschließend muss das Astmaterial verbrannt oder fachgerecht im Kompostwerk wärmebehandelt werden.